Ab ins Bundeshaus!

50 Jahre Frauenstimmrecht – das Schweizer Leiterlispiel

1971 wurde in der Schweiz das Frauenstimmrecht eingeführt. Mit einem Augenzwinkern macht das Leiterlispiel «Ab ins Bundeshaus!» auf das Jubiläum aufmerksam. Ziel des Spiels ist es, die Spielfiguren in den erlauchten Kreis der Bundesräte zu würfeln. Auf dem Weg stossen die Spielerinnen und Spieler auf Ereigniskarten, Rutschen und Leiterli, die den Weg beträchtlich verkürzen oder verlängern können. Alle Spielzüge basieren auf historischen Tatsachen.

Spielanleitung

Jede Spielerin, jeder Spieler erhält eine Spielfigur, setzt diese auf das Startfeld und würfelt einmal. Wer die höchste Punktzahl hat, darf beginnen.

Nun wird reihum gewürfelt und gezogen. Das Würfelergebnis bestimmt, wie viele Felder gezogen werden. Endet der Zug auf dem Anfangsfeld einer Leiter, wird die Figur auf deren Endfeld vorgesetzt und nähert sich so schneller dem Ziel. Endet der Zug am oberen Ende einer Rutsche, rutscht die Figur runter und ist dem Start wieder näher.

Interessant wird es, wenn die Figur ein Ereignisfeld (Ja?) mit Schnecke erreicht. Landet die Figur auf dem Feld davor, auf dem Schwanz der Schnecke, darf sie ein Feld zum Ereignisfeld vorrücken. Nun wird eine Ereigniskarte gezogen und laut vorgelesen. Das beschriebene Ereignis ist jeweils mit einer Handlungsanweisung (Rück- oder Fortschritt, Stillstand) verbunden.

Ins Bundeshaus kommt nur, wer mit der Spielfigur genau auf dem Feld 101 (Ja!) landet. Jeder spezielle Spielzug (Karte, Rutsche und Leiter) ist mit einem historischen Ereignis verbunden. Wer mehr darüber wissen möchte, findet in dieser Broschüre eine ausführliche Beschreibung des Ereignisses in seinem historischen Kontext.

Die Gestaltung des Spiels ist inspiriert von den unterschiedlich gemusterten Böden im Bundeshaus, das Grün ein Verweis auf die oxidierende Bundeshauskuppel.

Autorinnen

Isabel Koellreuter und Franziska Schürch sind Historikerinnen. Ihr Büro Schürch & Koellreuter in Basel ist spezialisiert auf die Vermittlung von historischen und alltagskulturellen Themen. Noëmi Crain Merz ist Historikerin mit Schwerpunkt Frauen- und Geschlechtergeschichte an der Universität Basel und am Landesmuseum Zürich. Anne Kriesemer ist Gestalterin und Lehrerin für technisches Gestalten.

Information

abinsbundeshaus.ch

Bezugsquelle

hierundjetzt.ch