Zytglogge

Häschtääg zunderobsi

Gibt es Zugerdeutsch überhaupt, oder reden in Zug sowieso alle Englisch? Die Antwort der Bühnenkünstlerin Judith Stadlin ist urkomisch. In der Sprache ihres Heimatkantons verblüffte sie an Franz Hohlers Totemügerli-Jubiläum das Publikum mit ihrer Geschichte über den Wädelmond.

In ihrem Buch «Häschtääg zunderobsi» verpasst Judith Stadlin dem Zugerdeutschen eine Frischzellenkur und mischt fröhlich und purlimunter alte Ausdrücke mit heutigem Neudeutsch. Sie schaut Bekanntes mit anderen Augen an – eine originelle Sichtweise, die belebt. Über computergesteuerte Speisekarten, emanzipierte Hündinnen, Vegetarierinnen im Gänsefleischland … sinniert sie amüsant und mit sprachlichem Feinschliff. Ihre Spoken-Word-Texte sind leichtfüssig, modern und frisch, und so, dass es nur so fäderläcklet und gypschet, dass es nur so choslet und boosget.

40 zugerdeutsche Filmclips

Auch online ist die Zuger Autorin und Schauspielerin Judith Stadlin aktiv: Auf youtube gibt es neu unter dem Stichwort «#zugerdütsch» knapp 40 amüsante und informativen Kurzclips zu tollen Mundartwörtern: von Bowäärli über Chrüsimüsi und Fludribuss bis zu Wäntelechrütze und Zunderobsi.

Judith Stadlin

Die Autorin ist in Zug geboren, wo sie heute wieder wohnt. Ausgebildete Bühnenfachfrau, Germanistin und Musikwissenschaftlerin (lic. phil.I), Schriftstellerin, Schauspielerin, Sprecherin, Regisseurin, Kabarettistin, Dozentin. Diverse Bücher, Theaterstücke, Hörspiele, Radiotexte und Preise. Teil des Bühnenduos Satz&Pfeffer, das in Zug eine namhafte Lesebühne betreibt. «Häschtääg zunderobsi» ist ihre erste reine Mundartpublikation und ihr Debüt bei Zytglogge.

judithstadlin.ch

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